Schreibtipp #1: Das Richtige Überarbeiten

Überarbeiten – in letzter Zeit mache ich kaum noch etwas anderes. Aber wer A sagt, muss auch B sagen. Das Überarbeiten ist ein genauso großer Teil des Autorenlebens wie das Schreiben – wenn nicht sogar ein größerer.

Zumindest was mich betrifft, ist es so. Es fordert eine MengeZeit und  Konzentration, weshalb es bestimmt nicht zu meinen Lieblingsaufgaben gehört. Doch wie gesagt: Es gehört einfach dazu.

Um euch die Sache etwas zu erleichtern, habe ich ein paar Tipps zusammengetragen, die euch beim Überarbeiten helfen und zeigen sollen, worauf man achten sollte.

Pausen machen

So simpel es auch klingt, das ist, denke ich, der wichtigste Punkt auf meiner Liste. Wer durchgehend arbeitet, wird merken, wie die Konzentration sinkt. Und nicht nur das. Sich selbst zu hohe Ziele zu stecken, kann oft frustrierend sein.

Kennt ihr die „50/10“-Regel? Die besagt, dass ihr keinesfalls den ganzen Tag verplanen solltet. Es kann immer etwas Unvorhersehbares daherkommen. Und dann? Dann ärgert ihr euch, weil ihr eure Tages-/ Wochenziele nicht erreichen konntet.

Besser, ihr beugt diesem Ärger vor. Verplant nicht die ganze Zeit, die euch zur Verfügung steht! Probiert es mit der „50/10“-Regeln und plant bewusst Pausen ein. Ihr werdet sehen, das bewirkt wunder!

„Lieblingsfehler“

Wer kennt das nicht? Fehler, die man immer und immer wieder macht.

Einer meiner „Lieblingsfehler“ ist zum Beispiel die Sache mit dem Magen. Was ich damit meine? Meine Protagonisten Cat aus The Last Desire kann davon ein Lied singen. Passiert etwas Spannendes oder Nervenaufreibendes, spürt sie das sofort im Magen. („… Mein Magen zog sich zusammen. …“)

Das kann beim Lesen schnell nerven. Also: lest bewusst euren Text und achtet auf Phrasen wie diese. Die kürzt ihr am besten raus oder ersetzt sie!

Satzanfänge

Eine ganz ähnliche Geschichte. Dazu hab ich was Interessantes auf Pinterest gefunden. Auf dem Bild weiter unten seht ihr die beliebtesten Satzanfänge und auch, wie ihr sie umschreiben könnt. Glaubt mir, der Lesefluss hängt zu einem großen Teil von den Satzanfängen ab. Achtet darauf, dass nicht jeder Satz oder Absatz mit „Ich“ / „Er/Sie“ beginnt (;

2017-06-19 21.24.46

Der letzte Absatz

Auch etwas, auf das ich erst vor kurzem gestoßen bin. Manchmal passier es mir, dass der letzte Absatz ein wenig zu lang ausfällt. Dabei sollte dieser doch kurz gehalten werden, um die Spannung zu halten. Oder wie seht ihr das?

Versucht mal bewusst, den letzten Absatz zu kürzen oder ganz zu streichen!

Notizen machen

Wenn ihr das Manuskript von vorne nach hinten überarbeitet, kann ich euch nur empfehlen, mitzuschreiben! Oft kommen Kleinigkeiten vom Anfang später noch einmal vor. Dann sitzt man da und grübelt. Wie war das noch mal? Bevor ihr euch dann auf die Suche macht und vielleicht doch noch etwas seht, schreibt euch eine kleine Notiz!

Sobald ihr merkt, dass das eine Sache ist, die später noch einmal eine wichtigere Rolle einnimmt, schreibt sie euch auf. Es reicht eine kleine Notiz – „Kap. 7: so und so.“ Das ist nicht viel Aufwand, erspart euch aber jede Menge Arbeit. Das kann ich euch versichern!

Ausreichend trinken

Nicht nur wichtig für euren Körper, sondern auch für die Denkleistung. Wenn ihr beim Überarbeiten nicht genug trinkt, könnt ihr schnell Kopfschmerzen bekommen oder euch erschöpft fühlen. Sorgt dafür, dass immer ein Glas Wasser (gegebenenfalls mit Zitrone oder Melisse oder Verdünnsaft, was ihr auch mögt) auf eurem Tisch steht. Am besten auch noch mit Strohhalm, das animiert gleich doppelt, einen Schluck zu nehmen!

Sätze kürzen

Oft passiert es mir, dass ein Satz mehrere Zeilen lang ist. Dadurch kommt der Lesefluss ins Stocken. Das sollte natürlich nicht passieren.

Ich persönlich schreibe mit Papyrus Autor. Da gibt es die Möglichkeit, die Lesbarkeit vom Programm überprüfen zu lassen. Wenn er sich unangenehm verfärbt, weiß ich, dass ich da was machen muss.

Ihr braucht aber kein großartiges Programm, um eure Sätze zu kürzen. Ihr müsst bloß darauf achten! Wenn ihr das einmal bewusst wahrnehmt, wird es auch bestimmt bei jedem Überarbeiten auffallen.

Was vergessen?

Habt ihr meinen Tipps noch etwas hinzuzufügen? Stimmt ihr mir zu oder widersprecht ihr vollkommen?

Schreibt mir gerne eure Meinung in die Kommentare und auch, worüber ihr noch mehr erfahren möchtet (das Schreiben im Allgemeinen, Covergestaltung, Marketing o.ä.). Ich versuche, in nächster Zeit regelmäßig Beiträge wie diesen hier zu posten und euch damit das Leben als Autor etwas einfacher zu machen.

Ich freue mich, wenn ihr das nächste Mal wieder vorbeischaut!

Alles Liebe

Nina