#Autorenmontag: Das richtige Überarbeiten

Zugegeben: Ich liebe das Gefühl, eine Geschichte beendet zu haben. Aber so sehr ich mich darüber auch freue, habe ich immer noch den Gedanken im Hinterkopf, dass das noch gar nicht alles war. Es kommt noch einiges an Arbeit auf mich zu – allen voran die lästige Überarbeitung. Wie ich mir diese anstrengende Phase so angenehm wie möglich gestalte, erzähle ich dir am heutigen #Autorenmontag!

Willkommen zurück auf meinem Autorenblog! Wie schön, dass du wieder da bist! In der letzten Umfrage, worüber du als nächstes lesen willst, war das Thema „Das richtige Überarbeiten“ ganz weit vorne mit dabei. Darum dachte ich: Warum eigentlich nicht? 

Die Überarbeitung ist ein ganz wichtiger Schritt beim Entstehungsprozess einer Geschichte. Ich könnte mich Stundenlang darüber auslassen. Aber für heute habe ich dir erst mal 7 Tipps mitgebracht, die du bei deiner nächsten Überarbeitung beachten solltest. 

Übrigens: In meinem Schreibratgeber: SCHREIB DEIN BUCH: Basiskurs findest du ein ganzes Kapitel zum Thema überarbeiten. Schau da also gerne mal vorbei, wenn du Lust hast! 

So, und nun zum eigentlichen Thema! Heute geht es also um das richtige Überarbeiten. Es fordert eine Menge Zeit und Konzentration, weshalb es bestimmt nicht zu meinen Lieblingsaufgaben gehört. Aber es gehört nun mal dazu. Um dir die Sache etwas zu erleichtern, habe ich ein paar Tipps zusammengetragen, die dir beim Überarbeiten helfen und zeigen sollen, worauf man achten sollte.

1. | Pausen machen

So simpel es auch klingt, ist das, denke ich, der wichtigste Punkt auf meiner Liste. Wer durchgehend arbeitet, wird merken, wie die Konzentration sinkt. Und nicht nur das. Sich selbst zu hohe Ziele zu stecken, kann oft frustrierend sein.

Kennst du die „50/10“-Regel? Die besagt, dass du keinesfalls den ganzen Tag verplanen solltest. Es kann immer etwas Unvorhersehbares daherkommen. Und dann? Dann ärgerst du dich, weil du deine Tages-/ Wochenziele nicht erreichen konntest.

Besser, du beugst diesem Ärger vor. Verplane nicht die ganze Zeit, die dir zur Verfügung steht! Probiere es mit der „50/10“-Regel und plane bewusst Pausen ein. Du wirst sehen, das bewirkt Wunder!

2. | „Lieblingsfehler“

Wer kennt das nicht? Fehler, die man immer und immer wieder macht. Einer meiner „Lieblingsfehler“ ist zum Beispiel die Sache mit dem Magen. Was ich damit meine? Meine Protagonisten Cat aus The Last Desire kann davon ein Lied singen. Passiert etwas Spannendes oder Nervenaufreibendes, spürt sie das sofort im Magen („… Mein Magen zog sich zusammen. …“). Das kann beim Lesen schnell nerven. Also: Lies bewusst deinen Text und achte auf Phrasen wie diese. Die kürzt du am besten raus oder ersetzt sie!

3.  | Satzanfänge

Eine ganz ähnliche Geschichte. Glaub mir, der Lesefluss hängt zu einem großen Teil von den Satzanfängen ab. Achte darauf, dass nicht jeder Satz oder Absatz mit „Ich“ / „Er/Sie“ beginnt. Tob dich einfach ein wenig aus mit verschiedenen Varianten!

4. | Der letzte Absatz

Auch etwas, auf das ich erst vor kurzem gestoßen bin. Manchmal passier es mir, dass der letzte Absatz ein wenig zu lang ausfällt. Dabei sollte dieser doch kurz gehalten werden, um die Spannung zu halten. Oder wie siehst du das? Versuch mal bewusst, den letzten Absatz zu kürzen oder ganz zu streichen!

5. | Notizen machen

Wenn du das Manuskript von vorne nach hinten überarbeitest, kann ich dir nur empfehlen, mitzuschreiben! Oft kommen Kleinigkeiten vom Anfang später noch einmal vor. Dann sitzt man da und grübelt. Wie war das noch mal? Bevor du dich dann auf die Suche machst und vielleicht doch noch etwas übersiehst, schreib dir doch eine kleine Notiz!

Sobald du merkst, dass das eine Sache ist, die später noch einmal eine wichtigere Rolle einnimmt, schreib sie auf. Es reicht eine kleine Notiz – „Kap. 7: so und so.“ Das ist nicht viel Aufwand, spart aber jede Menge Arbeit. Das kann ich dir versichern!

6. | Ausreichend trinken

Nicht nur wichtig für den Körper, sondern auch für die Denkleistung. Wenn du beim Überarbeiten nicht genug trinkst, kannst du schnell Kopfschmerzen bekommen oder dich erschöpft fühlen. Sorge dafür, dass immer ein Glas Wasser (gegebenenfalls mit Zitrone oder Melisse oder Verdünnsaft, was du auch magst) auf dem Tisch steht. Am besten auch noch mit Strohhalm, das animiert gleich doppelt, einen Schluck zu nehmen!

7. | Sätze kürzen

Oft passiert es mir, dass ein Satz mehrere Zeilen lang ist. Dadurch kommt der Lesefluss ins Stocken. Das sollte natürlich nicht passieren. Ich persönlich schreibe mit Papyrus Autor. Da gibt es die Möglichkeit, die Lesbarkeit vom Programm überprüfen zu lassen. Wenn er sich unangenehm verfärbt, weiß ich, dass ich da was machen muss. Du brauchst aber kein großartiges Programm, um deine Sätze zu kürzen. Du musst bloß darauf achten! Wenn du das einmal bewusst wahrnimmst, wird es auch bestimmt bei jedem Überarbeiten auffallen.

Bonustipp: Spring einfach über deinen Schatten

Oft schiebe ich die Überarbeitung lange vor mir her, weil ich weiß, dass sie mir keinen Spaß macht. Aber was soll das bringen? Letztens habe ich einen netten Spruch gelesen: Zukunft – die Ausrede aller, die heute nichts tun wollen. Also, sein kein Nichts-Tuer. Leg einfach los, dann hast du die Überarbeitung auch schneller hinter dir (;  

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