BASISKURS PART III: Das Schreiben

Herzlich Willkommen zu Modul III meines neuen Schreibkurses: SCHREIB DEIN BUCH – Basiskurs mit Nina Hirschlehner. Endlich sind wir bei dem Punkt angelangt, wegen dem wir hier sind: Das Schreiben. Die schönste Aufgabe bei der Entwicklung eines Buchs.

Die Themen im Überblick:

  • Das geeignete Schreibprogramm
  • Die Normseite
  • Die Zeichensetzung
  • Natürlich wirkende Dialoge
  • Schreibblockaden
  • Warum du nicht aufgeben solltest
  • So schreibst du mehr

Das geeignete Schreibprogramm

Ich werde oft gefragt, mit welchem Programm ich eigentlich schreibe. Zwar antworte ich immer brav mit: „Anfangs Word, mittlerweile aber mit Papyrus Autor“, aber die richtige Antwort wäre eigentlich: „Das Schreibprogramm ist völlig nebensächlich.“ Denn wenn du schreiben möchtest, dann tu es einfach! Es ist egal, ob du mit einem Profiprogramm wie Papyrus schreibst oder auf der Notizapp am Handy. Das Wichtigste ist, dass du schreibst.

Natürlich gibt es da ganz nette Funktionen bei Papyrus. Es hat ein umfangreiches Wörterbuch integriert, eine große Auswahl an Synonymen, und dann noch die Stil- und Leseanalyse. Das sind schon ganz tolle Sachen. Aber die Frage ist doch: Braucht man das alles wirklich, um ein Buch zu schreiben? Zumindest wird die Arbeit dadurch erleichtert, keine Frage. Aber im Prinzip sind das doch nur Luxustools.

Als ich mit meinem allerersten Buch „The Last Desire“ angefangen habe, habe ich die ersten Kapitel auf Papier geschrieben, später dann in Microsoft Word. Das Programm zeigt dir bereits Tippfehler an, und das ist fürs Erste eigentlich das Einzige, was du brauchst, um einen Rohtext zu verfassen. Zum Überarbeiten kommen wir später noch. Jetzt geht es erst mal darum, deine Gedanken zu einem Buch zu machen. Und dazu brauchst du diesen ganzen Schnickschnack eigentlich gar nicht.

Die Normseite

Ich denke, ich habe anfangs zu viel Zeit in das Aussehen meiner Buchseite investiert. Ich wollte, dass alles schön aussieht, so wie in einem Buch eben. Dabei habe ich schöne Überschriften gesetzt und eine nette Schriftart ausgewählt. Aber die Wahrheit ist: Damit vergeudest du nur Zeit und es lenkt dich ab. Du sollst dich doch auf den Text konzentrieren und nicht auf das Aussehen. Wie immer im Leben sind es die inneren Werte, die zählen.

Als mir das klar wurde, bin ich auf Normseiten umgestiegen. Die sind nicht nur wichtig, wenn du dein Buch an einen Verlag schicken möchtest. Du hast auch einen besseren Überblick über den Umfang des Manuskripts. Und es gibt nichts, das dich ablenken kann.

Papyrus Autor hat die praktische Funktion, Seiten direkt mit einem Klick in Normseiten umwandeln zu können. Aber keine Angst, das bedeutet nicht, dass du auf das kostspielige Programm umsteigen musst. Ich habe dir eine Normseite als Download zur Verfügung gestellt. Du kannst sie direkt hier herunterladen.

Die Zeichensetzung

Etwas, mit dem ich anfangs sehr zu kämpfen hatte, war die Zeichensetzung. Man weiß ja, wie ein Buch aussieht. Man hat vielleicht sogar schon hunderte gelesen. Und dann sitzt man vor dem Papier und denkt: Wie war das noch gleich? Ich habe dir die (für mich) schlimmsten Zeichen-Fehler (die ich anfangs natürlich auch gemacht habe) zusammengefasst. Also versuche, die gleich am Anfang zu vermeiden. Das erspart dir jede Menge Arbeit!

  • Die Zeichensetzung bei Dialogen. Man mag es kaum glauben, aber diesen Fehler sehe ich oft. Bei vielen Schreibanfängern – und auch einigen Selfpublishern. Auch in bereits gedruckten Büchern. Wenn ein Satz mit einem „sagte er“, „meinte er“, „flüsterte er“ aufhört, kommt KEIN Punkt vor das Anführungszeichen! Ein Beispiel.
    „Ich freue mich schon auf morgen.“ Sagte sie. → FALSCH
    „Ich freue mich schon auf morgen“, sagte sie. → RICHTIG
    Ausnahme: „Ich freue mich schon auf morgen!“, sagte sie. Das Gleiche gilt auch für Fragezeichen.
  • Es gibt einfach ein paar Dinge, die du schon bei der ersten Rohfassung beachten solltest. Dazu gehört auch, dass es im Deutschen in der Regel kein „’s“ gibt. Es heißt nicht „Gerti’s Imbiss“, sondern „Gertis Imbiss“, das Apostroph ist aus dem englischen Übernommen und kommt im Deutschen nur selten zur Anwendung.
    Ausnahme: „Alex‘ Geburtstag“. Bei Namen die mit x, s oder z enden, wird ein Apostroph verwendet.
  • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 – werden immer ausgeschriebenHach, welch glorreicher Reim! Aber nun mal im Ernst: Du kennst die Regel bestimmt aus der Schule. Diese „kleinen Zahlen“ sollten auf jeden Fall ausgeschrieben werden. Persönlich würde ich dazu raten, alle Zahlen auszuschreiben – mal abgesehen von Daten und Jahreszahlen. Das macht einfach ein schöneres Bild.

Das war’s eigentlich auch schon wieder. Ich denke, alles weitere lernst du während du schreibst. Du wirst merken, dass du ein Gefühl für die Komma-Setzung bekommst. Je mehr du schreibst, desto besser wirst du!

Was die anderen Zeichen betrifft (Gedankenstrich, drei Punkte, Klammern u.ä.), musst du selbst entscheiden, inwiefern du sie verwenden möchtest. Ich persönlich würde dir raten, damit sparsam umzugehen. Immer wieder bemerke ich in der Überarbeitung, dass ich Sätze gerne mit „…“ enden lasse. Das stört mich dann total und ich versuche, das so gut wie möglich umzuändern. Einfach, um den Lesefluss nicht zu stören. Aber wie bereits erwähnt, ist es deine Entscheidung, wie weit du mit diesen Zeichen gehen möchtest. Wichtig ist dabei nur, dass du deiner Linie treu bleibst, hast du dich in deiner Geschichte für einen Stil entschieden.

Natürlich wirkende Dialoge

Um ehrlich zu sein, habe ich mir anfangs um die Dialoge nie viele Gedanken gemacht. Ich habe sie einfach geschrieben. Aber ganz so einfach ist es natürlich nicht. Ein hölzerner Dialog kann eine Szene schnell kaputt machen. Mal abgesehen von den Zeichen-Fehlern, die ich oben bereits erwähnt habe, gibt es einiges zu beachten, um das Gesprochene realer wirken zu lassen. Meine wichtigsten Tipps habe ich dir kurz und bündig zusammengefasst.

  • Kein Dialog ohne Grund. Ein Gespräch dient im Buch dazu, Informationen zu liefern. Wenn der Leser durch einen Dialog nichts Neues erfährt, kann man ihn genauso gut auch weglassen. Er zieht die Handlung nur unnötig in die Länge und baut keine Spannung auf.
  • In der Sprache zeigt sich Persönlichkeit. Jeder Charakter denkt anders, handelt anders, ist anders. Also warum sollten sie alle gleich sprechen? In einem guten Buch sollte man erkennen können, wer spricht, ohne dabei den Namen nennen zu müssen. Das liegt daran, dass jede Person in der Geschichte anders ist und eine andere Art zu sprechen hat. Mancher verwendet vielleicht nur ganz kurze, abgehakte Sätze. Ein anderer spricht eher geschwollen oder hochgestochen. Versuche, die Persönlichkeit mit in den Dialog einfließen zu lassen.
  • „sagte“ ist tot. Das klingt jetzt etwas hart, aber lass mich ausreden! Natürlich kannst du das Wort „sagte“ verwenden, ich mache das ja auch. Aber nicht ausschließlich. Es gibt so viele andere Möglichkeiten – meinte, flüsterte, schrie, entgegnete, antwortete, wollte wissen, und, und, und. Aber oft sind diese kleinen Wörter auch gar nicht notwendig, um einen Dialog zu führen. Als Beispiel habe ich eine kleine Szene aus meinem Roman „Lass uns Träume sammeln“ für dich vorbereitet, in dem Claire und Jamie sich unterhalten. Du wist sehen: Es gibt verschiedene Arten, einen Dialog zu gestalten.
  • Ich merkte, dass sein Blick an meinem Unterarm entlangwanderte und dabei an dem Tattoo hängen blieb. Er inspizierte die Mondlaufbahn, die darauf abgebildet war.
    »Nettes Tattoo«, meinte er.
    »Danke.«
    »Hat es eine Bedeutung?«
    Ich warf ihm einen kurzen Blick von der Seite zu. »Wer würde sich ein Tattoo stechen lassen, das keine Bedeutung hat?«
    »Haufenweise Leute.« Punkt für ihn. »Also, raus mit der Sprache. Was hat es mit den Monden auf sich?«
    Nervös zupfte ich an meinem Teebeutel. Es war mir unangenehm, darüber zu sprechen. Jamie würde mich nur für verrückt halten, da war ich mir sicher. So war es doch immer schon gewesen. Ich war immer das merkwürdige Mädchen, das an Dinge glaubte, die es nicht gab. An Dinge, die man nicht beweisen konnte.
    »Ich mag den Mond eben, okay? Und auch wenn es seltsam klingt, bin ich davon überzeugt, dass er viel mehr Einfluss auf diese Welt hat, als du vielleicht denkst.«
    Es war nicht zu übersehen, dass Jamie da anderer Meinung war. Er schien sich ein Lachen nur mit Mühe verkneifen zu können. Hatte ich es doch gewusst: Auch er hielt mich für verrückt. Warum hatte ich ihm auch die Wahrheit gesagt? Warum hatte ich gedacht, er würde anders reagieren, als all die anderen?
    »Du glaubst an diesen Quatsch?«
    Ich spürte, wie mein Gesicht heiß wurde. Na toll, das hatte ich davon. Ich vertraute ihm etwas an und er lachte über mich. Ich würde es wohl nie lernen. »Und woran glaubst du?«
    »Zahlen und Fakten.« Jamie grinste. »Ich glaube an alles, was bewiesen werden kann.«
    »Das ist schön für dich.« Ich hoffte, dass damit das Thema beendet war. Ich hatte keine Lust mehr, mich für das rechtzufertigen, woran ich glaubte.
    »Aber dir ist schon klar, dass der Mond nichts weiter als eine hässliche, schwarze Kugel ist, oder?«, fragte Jamie und ich fluchte innerlich. Warum konnte er es nicht einfach dabei belassen? »Ich meine, ohne die Sonne wäre er nichts. Er strahlt nur, wenn er von ihr beschienen wird.«
    Genervt atmete ich tief durch. »Er hat die Macht, ganze Meere zu bewegen. Können deine Zahlen und Fakten das auch?«
    »Nein«, räumte Jamie ein und grinste. »Aber ich würde mir auch niemals eine Gleichung tätowieren lassen.«
    Noch ein Punkt für ihn.

  • Lass nicht zu viel Zeit vergehen, bis dein Charakter antwortet. Mir passiert das oft. Jemand sagt etwas, das meinen Protagonisten zum Nachdenken bringt. Dann vergeht eine Zeile und noch eine Zeile und dann ein Absatz. Und plötzlich denke ich mir: „Oh nein, der muss ja noch antworten!“ So kann es schnell passieren, dass man den roten Faden verliert – als Autor und auch als Leser. Stell dir vor, die Absätze zwischen Frage und Antwort gehen dann auch noch über eine Buchseite hinaus. Wird sich der Leser dann noch daran erinnern können, was Person A gesagt hat? Wahrscheinlich nicht. Also versuche, die Einschübe zwischen den Dialogen eher kurz zu halten.

Ich würde gerne schreiben, aber ich habe eine Schreibblockade!

Wem sagst du das! Natürlich kenne ich es auch, dieses Ding, das viele als „Schreibblockade“ bezeichnen. Man sitzt vor dem PC und will um jeden Preis schreiben. Aber es geht einfach nicht. Woran liegt das?

Meiner Erfahrung nach kann eine Blockade folgende Gründe haben:

  • Du hast schon zu viel gearbeitet. Dann mach was anderes! Hör Musik, geh spazieren, male etwas. Vielleicht geht es nach einer kleinen Pause wieder besser.
  • Dir fehlt Sauerstoff. Dein Gehirn braucht Sauerstoff, um gut arbeiten zu können. Versuche, das Zimmer, in dem du sitzt, gut durchzulüften. Auch im Winter! Das ist wichtig, um deinen grauen Zellen auf die Sprünge zu helfen.
  • Du hast irgendetwas anderes im Kopf. So ist es doch, oder? Du willst schreiben, aber etwas anderes beschäftigt dich zu sehr. Dann kümmere dich erst darum. Mach dir einen Plan, wie du dein Problem lösen willst. Bring es auf Papier. Wenn es nicht mehr in deinem Kopf feststeckt, kann es deine Gedanken nicht mehr blockieren.
  • Du hast dich in deinem Projekt verfahren. Das ist schmerzhaft, aber es passiert. Wenn du merkst, dass einfach nichts mehr geht, dann wird es Zeit für eine Veränderung. Und zwar eine gewaltige. Ich weiß, es tut weh, ein Projekt über den Haufen zu werfen. Mir selbst ist das gerade erst passiert. Ich habe an einem Projekt gearbeitet, alles lief super. Und dann plötzlich kam ich an den Punkt, wo ich nicht mehr weiterwusste. Ich hatte die Story durchgeplant, wusste, was noch alles passieren sollte. Trotzdem hat es einfach nicht funktioniert. Etwas hat gefehlt. Und dann wurde es mir klar. Ich wollte die ganze Geschichte aus der Sicht der Protagonistin schreiben und das Geheimnis des Nachbarjungen so langsam aufdecken. Aber das hat nicht geklappt. Man konnte sich nicht in ihn hineinfühlen, weil man als Leser kaum Informationen über ihn hatte.
    Was habe ich also gemacht? Ich habe meinen ganzen Plan über den Haufen geworfen und noch mal von vorne angefangen. Natürlich nicht ganz von vorne. Die Kapitel sind geblieben, aber ich musste die Struktur ändern. Anstatt nur das Mädchen erzählen zu lassen, habe ich nun zwei Hauptcharaktere, die die Geschichte abwechselnd erzählen. Und zack! Schon geht es weiter.
    Manchmal passiert das. Manchmal plant man alles so schön und es klappt doch nicht so, wie man es sich vorgestellt hat. Aber das gehört zum Leben dazu. Damit muss man rechnen, wenn man Autor sein will. Es passieren unerwartete Dinge. Aber das ist auch das Besondere an diesem Beruf.

Warum du nicht aufgeben solltest

Gerade wenn man sein erstes Buch schreibt, ist man oft voller Zweifel. Das kenne ich selbst aus Erfahrung. Ich habe mich schon mit so vielen Menschen unterhalten, die meinten: „Ich hab auch angefangen, ein Buch zu schreiben. Aber irgendwann hab ich dann wieder aufgehört.“ Daraufhin frage ich mich immer: Warum? Warum gibt man etwas auf, das man liebt? Findet man die Story nicht gut? Hat man plötzlich keine Lust mehr? Oder sind es die Selbstzweifel, die einen zum Aufgeben bewegen? Egal, was auch der Grund sein mag, warum du aufhören möchtest. Ich bitte dich darum, es nicht zu tun.

Ja, es gibt viele Autoren auf der Welt. Und ja, es gibt auch jede Menge Geschichten.  Und trotzdem ist jede davon einzigartig. Wenn nie jemand die Chance hat, dein Buch zu lesen, wird auch nie jemand wissen, wie gut es ist. Oder wie talentiert du bist. Wer weiß, vielleicht wird dein nächstes Buch zu einem Bestseller. Du wirst es nie erfahren, wenn du es nicht versuchst.

Du musst die Menschen davon überzeugen, dass du das Zeug dazu hast, ein Autor zu sein. Zeig ihnen, was in dir steckt!

<< nn du mal kurz davor bist, aufzugeben, dann stell dir folgende Frage: Warum habe ich angefangen? Erinnere dich, was an deiner Geschichte du liebst. Warum du sie mit anderen teilen möchtest. Behalte das immer vor Augen!

So schreibst du mehr!

Und zu guter Letzt: Wie schaffe ich es, mehr zu schreiben?

Vielleicht kennst du das ja. Neben der Schule / Arbeit ist es nicht einfach, sich Zeit freizuschaufeln, um zu schreiben. Da ist es wichtig, dass man seine Zeit effektiv nutzt. Ich habe dir ein paar Tipps vorbereitet, wie du es schaffst, mehr zu schreiben und dein Buch dadurch schneller abzuschließen.

  • Steh früher auf! Ich weiß, ich habe den härtesten Tipp gleich zu Anfang hingestellt. Aber das funktioniert wirklich, versprochen! Wenn ich viel Arbeit habe und weiß, dass ich abends nicht zum Schreiben kommen werde, dann stelle ich meinen Wecker morgens eine halbe bis eine ganze Stunde früher. Die Zeit am Morgen kannst du nutzen, um die ersten 1.000 Wörter des Tages zu schreiben (mein Tagesziel). Aber auch wenn es nur ein paar hundert Wörter sind, hast du schon etwas geschafft und du kannst bestärkt in den Tag starten.
  • Stelle dir einen Timer. Wenn du Zeit hast, um zu schreiben, ist das eine Methode, die ich gerne nutze, um produktiver zu arbeiten. Dein Gehirn kann sich nicht pausenlos konzentrieren. Irgendwann fängst du an, müde zu werden und andere Dinge zu tun (Facebook, Youtube, was auch immer). Das kannst du vermeiden, indem du dir Etappen setzt. Stelle deinen Handywecker auf eine halbe Stunde und schreib, was das Zeug hält. Wenn die Zeit um ist, mach eine Pause – 10 bis 15 Minuten lang. Räume deinen Schreibtisch auf, trink etwas, checke deine Nachrichten. Tu, was immer du machen willst. Danach stellst du dir wieder einen Timer fürs Schreiben. Du wirst sehen, du wirst weit mehr Wörter schaffen als gewöhnlich.<< elleicht kennst du ja den Spruch: Ich benötige für meine Aufgabe so viel Zeit, wie ich mir dafür nehme. Wenn ich nun nur eine halbe Stunde habe, um 500 Wörter zu schreiben, schaffe ich es in einer halben Stunde. Wenn ich mir aber den ganzen Nachmittag Zeit nehme,  wie schnell werde ich dann wohl mit meiner Arbeit fertig sein?
  • Schalte das Internet und dein Handy aus. Beim Schreiben gilt: Ablenkungen vermeiden. Und das gilt vor allem für Handy und Internet. Wenn ständig Nachrichten eintrudeln, wirst du dich nur schwer konzentrieren können. Es gibt sogar Apps, die Facebook und YouTube für dich sperren, solltest du es gar nicht schaffen, die Finger davon zu lassen.
  • Mach dir einen Plan. Mal angenommen, du schreibst jeden Tag 1.000 Wörter. Das sind dann 7.000 Wörter in der Woche. Mit diesem Tagesziel näherst du dich schon fast rasend schnell dem Ende deines Buchs. Bei einem Roman mit 50.000 Wörtern bist du in knapp 7 Wochen fertig! Das sind nicht mal zwei Monate! Natürlich hat man nicht immer Zeit, so viel zu schreiben. Aber ich finde, es motiviert zu wissen, wann das Buch bereits fertig sein könnte. Du kannst dir natürlich auch kleinere Etappen setzen – das ist ganz dir überlassen. Aber ich würde dir trotzdem raten, einen Schreibplan aufzustellen.
  • Der NaNoWriMo. Vielleicht hast du ja schon mal davon gehört. Es handelt sich dabei um den sogenannten National Novel Writing Month. Also um einen Monat, der sich nur dem Schreiben eines Romans widmet. Ziel ist es, in den 30 Tagen im November eine ganze Geschichte mit 50.000 Wörtern zu verfassen. Das bedeutet mindestens 1.666 Wörter AM TAG! Klingt nach einer Menge Arbeit – ist es auch. Aber dadurch wird der November zum produktivsten Monat im ganzen Jahr! Du kannst auf der NaNo-Website deinen Schreibfortschritt dokumentieren und dich mit der Community austauschen, um motiviert zu bleiben. Eine gute Möglichkeit, um dich selbst zum Schreiben zu motivieren!

So, mal angenommen, du bist jetzt am Ende deiner Rohfassung angekommen. Du hast ein fertiges Manuskript. Was kommt jetzt? Richtig: Die Lieblingsaufgabe eines jeden Autors. Das Überarbeiten. Damit machen wir morgen weiter. Bis dahin: Schreib schön!<< p>< /p>