Das richtige Überarbeiten

Willkommen zurück auf meinem Autorenblog! Wie schön, dass ihr wieder da seid! Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, dreht sich diesen Monat auf meiner Seite alles um das Thema SCHREIBEN FÜR ANFÄNGER. Wenn ihr also schon länger mit dem Gedanken spielt, aus eurer Idee ein eigenes Buch zu machen, dann seid ihr hier goldrichtig. Ich erzähle euch von meinen Erfahrungen und gebe euch Tipps, wie ihr euer großes Projekt umsetzt. In den nächsten Tagen bis zum 28.2. erscheint auf meinem Blog jeden Tag ein kleiner Artikel, der euch hilft, euer Ziel zu verfolgen.

Warum das Ganze? Ich kann mich gut daran erinnern, wie es sich angefühlt hat, ganz am Anfang zu stehen. Ich hatte keine Ahnung, wie ich ein Buch schreibe. Ich musste mir alles selbst erarbeiten, und das war alles andere als einfach. Darum dachte ich, es wäre eine gute Idee euch das zu ersparen. Ich habe also meine wichtigsten Tipps und Tricks zusammengepackt und daraus sowohl einen Onlinekurs als auch einen Schreibratgeber (erscheint am 28.2.) zusammengebastelt.

In den nächsten Wochen bis zum Erscheinungstermin könnt ihr meine Ratschläge hier auf meinem Blog mitverfolgen und abtesten, ob ob das Schreiben etwas für euch ist. Denn ich muss ehrlich zu euch sein: Schreiben ist jede Menge Arbeit. Das wird oft unterschätzt. Man setzt sich nicht einfach hin, schreibt das Manuskript runter und dann ist damit Schluss. Es gehört viel mehr dazu. Aber was genau die Aufgaben eines Autors sind, erzähle ich euch in den nächsten Tagen.

Heute geht es um das richtige Überarbeiten. Das kann oft sehr anstrengend sein, aber es gehört einfach dazu. Ich hoffe, dass ich euch mit meinen Tipps das Ganze etwas erleichtern kann!

Das Überarbeiten fordert eine Menge Zeit und  Konzentration, weshalb es bestimmt nicht zu meinen Lieblingsaufgaben gehört. Doch wie gesagt: Es gehört einfach dazu. Um euch die Sache etwas zu erleichtern, habe ich ein paar Tipps zusammengetragen, die euch beim Überarbeiten helfen und zeigen sollen, worauf man achten sollte.

Pausen machen

So simpel es auch klingt, das ist, denke ich, der wichtigste Punkt auf meiner Liste. Wer durchgehend arbeitet, wird merken, wie die Konzentration sinkt. Und nicht nur das. Sich selbst zu hohe Ziele zu stecken, kann oft frustrierend sein.

Kennt ihr die „50/10“-Regel? Die besagt, dass ihr keinesfalls den ganzen Tag verplanen solltet. Es kann immer etwas Unvorhersehbares daherkommen. Und dann? Dann ärgert ihr euch, weil ihr eure Tages-/ Wochenziele nicht erreichen konntet.

Besser, ihr beugt diesem Ärger vor. Verplant nicht die ganze Zeit, die euch zur Verfügung steht! Probiert es mit der „50/10“-Regeln und plant bewusst Pausen ein. Ihr werdet sehen, das bewirkt wunder!

„Lieblingsfehler“

Wer kennt das nicht? Fehler, die man immer und immer wieder macht. Einer meiner „Lieblingsfehler“ ist zum Beispiel die Sache mit dem Magen. Was ich damit meine? Meine Protagonisten Cat aus The Last Desire kann davon ein Lied singen. Passiert etwas Spannendes oder Nervenaufreibendes, spürt sie das sofort im Magen („… Mein Magen zog sich zusammen. …“). Das kann beim Lesen schnell nerven. Also: lest bewusst euren Text und achtet auf Phrasen wie diese. Die kürzt ihr am besten raus oder ersetzt sie!

Satzanfänge

Eine ganz ähnliche Geschichte. Glaubt mir, der Lesefluss hängt zu einem großen Teil von den Satzanfängen ab. Achtet darauf, dass nicht jeder Satz oder Absatz mit „Ich“ / „Er/Sie“ beginnt (;

Der letzte Absatz

Auch etwas, auf das ich erst vor kurzem gestoßen bin. Manchmal passier es mir, dass der letzte Absatz ein wenig zu lang ausfällt. Dabei sollte dieser doch kurz gehalten werden, um die Spannung zu halten. Oder wie seht ihr das? Versucht mal bewusst, den letzten Absatz zu kürzen oder ganz zu streichen!

Notizen machen

Wenn ihr das Manuskript von vorne nach hinten überarbeitet, kann ich euch nur empfehlen, mitzuschreiben! Oft kommen Kleinigkeiten vom Anfang später noch einmal vor. Dann sitzt man da und grübelt. Wie war das noch mal? Bevor ihr euch dann auf die Suche macht und vielleicht doch noch etwas seht, schreibt euch eine kleine Notiz!

Sobald ihr merkt, dass das eine Sache ist, die später noch einmal eine wichtigere Rolle einnimmt, schreibt sie euch auf. Es reicht eine kleine Notiz – „Kap. 7: so und so.“ Das ist nicht viel Aufwand, erspart euch aber jede Menge Arbeit. Das kann ich euch versichern!

Ausreichend trinken

Nicht nur wichtig für euren Körper, sondern auch für die Denkleistung. Wenn ihr beim Überarbeiten nicht genug trinkt, könnt ihr schnell Kopfschmerzen bekommen oder euch erschöpft fühlen. Sorgt dafür, dass immer ein Glas Wasser (gegebenenfalls mit Zitrone oder Melisse oder Verdünnsaft, was ihr auch mögt) auf eurem Tisch steht. Am besten auch noch mit Strohhalm, das animiert gleich doppelt, einen Schluck zu nehmen!

Sätze kürzen

Oft passiert es mir, dass ein Satz mehrere Zeilen lang ist. Dadurch kommt der Lesefluss ins Stocken. Das sollte natürlich nicht passieren.

Ich persönlich schreibe mit Papyrus Autor. Da gibt es die Möglichkeit, die Lesbarkeit vom Programm überprüfen zu lassen. Wenn er sich unangenehm verfärbt, weiß ich, dass ich da was machen muss. Ihr braucht aber kein großartiges Programm, um eure Sätze zu kürzen. Ihr müsst bloß darauf achten! Wenn ihr das einmal bewusst wahrnehmt, wird es auch bestimmt bei jedem Überarbeiten auffallen.


Hoffentlich helfen euch diese Tipps, die lästige Überarbeitungsphase schnell hinter euch zu lassen! Für all diejenigen, die noch nicht so weit sind, ihre Geschichte überarbeiten zu müssen, folgen die nächsten Tage noch ein paar Einsteigertipps. Ihr könnt euch aber auch direkt HIER für meinen Schreibkurs anmelden, dann begleite ich euch persönlich durch den Prozess!

So oder so wünsche ich euch noch viel Spaß beim Schreiben. Wir lesen uns morgen wieder.

Bis bald, eure Nina