Ninas Schreibtipps | So arbeitest du deine Geschichte aus

 

Kennt ihr das auch? Ihr wacht aus einem Traum auf, der so fesselnd und so faszinierend war, dass ihr ihn einfach nicht mehr loslassen wollt. Mir passiert das regelmäßig. Ich sitze dann im Bett und denke: Ich will nicht, dass dieser Traum zu Ende ist. Ich will wieder einschlafen und genau da weitermachen, wo ich aufgehört habe. Aber natürlich klappt das nie.

Die gute Nachricht: Für uns Autoren muss mit dem Aufwachen nicht Schluss sein! Wir können die Geschichte weiterspinnen. Mehr noch. Wir können ein ganzes Buch daraus machen. Wenn du das als (noch) nicht Autor auch schaffen möchtest, habe ich heute meine besten Tipps für dich, wie man aus seiner Idee eine ganze Geschichte macht.

Der Anfang – ein wirres Durcheinander

Natürlich kann man sich einfach hinsetzen, wild drauf los schreiben und sehen, wohin sich der Inhalt entwickelt. Persönlich würde ich euch aber raten, es etwas anders zu machen.  Für den Anfang ist es einfacher, sich erst einmal mit seiner Geschichte und den Charakteren auseinanderzusetzen. Überlegt euch erst einmal, welche Art von Buch ihr eigentlich schreiben wollt. Soll es ein Jugendbuch werden? Ein Roman? Eine Fantasy-Geschichte?

Nehmt euch am besten direkt ein Stück Papier und einen Stift und schreibt einige Ideen auf, die ihr in der Geschichte unterbringen wollt. Notiert euch Namen, Charaktereigenschaften der Figuren, Orte, Ereignisse und was sonst noch wichtig für die Story ist. Vielleicht habt ihr ja sogar schon ein paar Szenen im Kopf. Schreibt sie in Stichworten auf. 

Diesen Vorgang nennt man Plotten. Ihr arbeitet den Plot, also die Handlung der Geschichte aus. Das ist wichtig, um später nicht durcheinander zu kommen. 

Die Ideen ordnen

Wenn ihr alles aufgeschrieben habt, was euch eingefallen ist, dann könnt ihr sogar noch einen Schritt weitergehen und die wirren Notizen ordnen. Wenn möglich, schreibt gleich zu Beginn eine kurze Zusammenfassung der Geschichte, das kann euch später von Nutzen sein, wenn ihr die Geschichte an Verlage schicken möchtet. Es ist der erste Schritt zu einem guten Exposé!

Der wichtigste Schritt von allen: das Schreiben

So. Nun, wo ihr die Geschichte schon einmal zu Papier gebracht habt, müsst ihr sie nur noch ausformulieren.  Es steht euch natürlich frei, welches Programm ihr dafür verwendet. Ihr könnt ein Stück Papier nehmen, euren Laptop, ein Tablett oder sogar das Handy. Die meisten Geräte verfügen bereits über ein Schreibprogramm, sei es nun Word, Open Office, Pages oder bloß eine Notiz-App. Wenn ich unterwegs bin und schnell etwas notieren möchte, nutze ich die auf meinem Handy, weil sich die Inhalte sofort mit dem PC synchronisieren und ich den Text dann nur noch in mein Schreibprogramm rüberkopieren muss.

Ich arbeite übrigens mit Papyrus Autor, das ist ein Profiprogramm. Für den Anfang reicht aber auf jeden Fall eine freie Software oder Microsoft Word!

Ablenkungen vermeiden

Ich denke, ich habe mir vor meiner ersten Geschichte viel zu viele Gedanken gemacht. Zum Beispiel, wie viele Kapitel das Buch haben muss. Wie die Überschriften aussehen soll, wie viele Seiten es werden, und, und, und. Aber ich verrate euch jetzt mal ein Geheimnis: Der Umfang des Manuskripts ist zu Beginn völlig nebensächlich! Macht euch keinen Druck, so und so viele Seiten schreiben zu müssen. Schreibt einfach drauf los und seht, wie sich das Ganze entwickelt. Denn das Wichtigste ist ja, dass ihr SCHREIBT! Und das so lange, bis die Geschichte beendet ist. Aufgeben gilt nicht!


Wenn ihr nun noch mehr Tipps zum Thema schreiben wollt, könnt ihr gerne mal bei meinem Podcast vorbeischauen. Dort veröffentliche ich jeden Montag neue Tipps, die euch helfen, euren Traum vom eigenen Buch zu verwirklichen. Fragen oder Anregungen nehme ich immer gerne entgegen. Hinterlasst einfach einen Kommentar!